Ilmenau

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Titelbild


ILMENAU

Das gro­ße Gedicht von Goethe, Ilmenau, wur­de 1783 als Geburtstagsgeschenk für Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach geschrie­ben. Dazu ein wenig Geschichte:

Goethe und Weimar

1775 hat­te der gera­de voll­jäh­ri­ge Carl August Goethe nach Weimar beru­fen. Er war 18, Goethe 25 Jahre alt. Goethes Rolle war viel­fäl­tig: so agier­te er bald nicht nur als Hofdichter, son­dern auch als Theaterintendant und als Minister – dar­un­ter für Straßen- und Bergbau. Im pri­va­ten waren die bei­den per Du, öffent­lich blieb der Herzog natür­lich Durchlaucht. Gleich 1776 fuhr Goethe mit Carl August zusam­men nach Ilmenau, wo er sich in die Umgebung sofort ver­lieb­te. Im Laufe sei­nes Lebens ist er immer wie­der hin­ge­fah­ren; das ist zum Beispiel auf die­ser Website bes­tens dokumentiert.

Das Gedicht ist Rückschau und Vorschau zugleich: Goethe insze­niert sich selbst und Carl August in einem Vergangenheitstraum, der Gedanken zum Werdegang von bei­den ermög­licht, ohne dem hohen Angesprochenen zu nahe zu tre­ten. Hier fin­det man durch­aus kri­ti­sche Anspielungen auf die wil­de Jugend, aber auch die Hoffnung der Reife und der guten Regierung.


Das Buch ver­eint die Techniken von Handsatz, Buchdruck, Holzschnitt und Radierung. Eine Fußleiste in Holzschnitt zeigt das Profil Thüringens, das im Thüringer Wald beginnt und über Ilmenau bis Weimar hin­führt. So wird auch die Nähe, aber auch die Entfernung der Schlüsselorte ersichtlich. 

Auf dem hand­ge­schöpf­ten Flachspapier von John Gerard war der Druck beson­ders kniff­lig. Aber die Frische des wei­ßen Papiers bringt die beglei­ten­den Bilder zum Leuchten. Zur Technik der Radierungen habe ich die­se Seite eingerichtet.


Weitere Details

Details zum Buch

Leinengebundenes Buch in Schuber, 20 x 33 cm. 32 Seiten. Papier: hand­ge­schöpf­tes Flachsbütten von John Gerard und »Pergamenata« von Fedrigoni. Technik: Buchdruck, Holzschnitt, Radierung. Auflage von 12 nume­rier­ten und signier­ten Exemplaren, 2026. Druck von Caroline Saltzwedel, Einband von Anett Arnold. 

Preis auf Anfrage.

About this book

The book pres­ents one of Goethe’s most pro­found poems, »Ilmenau« (1783), a bir­th­day poem for the 26-year-old Duke Carl August of Saxony-Weimar-Eisenach, in which the poet reflects on the past and the future both of the small mining town and of his dedi­ca­tee. The wood­cut pro­fi­le of Thuringia along the bot­tom of each page stret­ches from the Thuringian forest and Ilmenau to Weimar, the seat of government.

Edition of 12 num­be­red and signed copies, 2026. Format (w x h): 20 x 33 cm. 32 pages. Paper: hand­ma­de flax paper by John Gerard, Fedrigoni »Pergamenata«. The images are part­ly wood­cut, part­ly etching, inclu­ding etchings using the simul­ta­neous colour prin­ting method. Text prin­ted by Caroline Saltzwedel on the Korrex pro­ofing press in the Museum of Work, Hamburg. The edi­ti­on was bound by Anett Arnold in teal full cloth with a pale green slip­ca­se, both with sil­ver-grey title embossing.

Price on request.

Rückblick 1825

Kanzler Müller zum 50. Jubeltag von Carl August am 3. September 1825, als Goethe ihm gratulierte:

Das Zusammentreffen des Großherzogs mit Goethe war der Moment, der den Gefeierten sicht­bar am meis­ten erschüt­ter­te. Mit bei­den Händen hat­te der Großherzog Goethes Hände ergrif­fen, der vor Rührung nicht zu Worte kom­men konn­te und end­lich nur sag­te: »Bis zum letz­ten Hauch bei­sam­men!« Der Großherzog zeig­te bald wie­der Fassung, und ich hör­te: »Oh, acht­zehn Jahre und Ilmenau!«

(Goethes Gespräche, in: Goethe, Gedenkausgabe (Artemis-Ausgabe) ed. Ernst Beutler, Zürich und Stuttgart 1949, Bd. 23, S.397)

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